Aikido Seminar Fotos aus Siegen

In Siegen hatten wir das letzte Aikido Seminar am 30. Juni 2012 mit unserem befreundeten Tomodachi Aikido Dojo zusammen. Wir waren eingeladen und haben einiges geteilt: gutes Aikido, Freundschaft und Essen. Es war wieder einmal lehrreich, toll, spaßig, anstrengend, sättigend und vor allem hat es uns alle um Quantensprünge voran gebracht.

Tomodachi-Aikido Dojo Siegen und Shingen-Aikido Dojo Anrath

Jürgen-Sensei und Waldemar-Sensei haben bei diesem Aikido Seminar tolle Techniken gezeigt und uns üben lassen. Geraldine und ich haben Waffen unterrichtet und ein bisschen zum Thema Loyalität erklärt. Das Thema Loyalität hat natürlich nur diejenigen beschäftigen können, die ohnehin dabei waren. Diejenigen, die es nicht zum Seminar geschafft haben, waren wieder mal außen vor. Leider gibt es immer Menschen, die nicht das Engagement Ihres Senseis zu schätzen wissen, nicht wissen was es heißt, wenn sich ein im Berufsleben Selbstständiger die Zeit frei schaufelt, ein Seminar organisiert, unterrichtet, teilnimmt und nachbereitet.

Wir werten das nicht mehr, weil wir nicht in den Umständen der Schüler leben, die nicht teilnehmen, die andere Prioritäten haben. Aber wir dürfen und müssen diesen Personen weiterhin in den Hintern treten und ihnen beibringen zu geben und mitzumachen. An einem Strick zu ziehen. Jemanden zu motivieren, der den Einsatz nicht wertschätzt ist allerdings immer schwierig und so muß man darauf auch mal eingehen. Aikido ist schließlich so viel mehr als ein Sport. Auf Nachfragen gab es viele Einschätzungen:

  • Aikido ist defensive Selbstverteidigung
  • Aikido heißt sich selbst zu finden
  • Aikido bedeutet an sich zu arbeiten
  • Aikido macht fit in Körper und Geist
  • Aikido bringt Körper und Geist zusammen
  • Aikido ist Meditation
  • Aikido hilft mit Aufgaben umzugehen und sie aktiv anzugehen
  • Aikido hilft Ängste abzubauen
  • Aikido fördert das Selbstbewusstsein
  • Aikido schult den sozialen Umgang
  • Aikido ist beste Schulung in Leadership (Fortgeschritten)
  • Aikido fördert freies Reden vor Gruppen
  • Aikido macht großen Spaß

Es wären uns sicher noch etliche Punkte eingefallen, wenn wir weiter gegraben hätten. Aber das brauchten wir gar nicht, denn wir Anwesenden waren uns sowieso alle einig über den großen Wert des Aikido in unserem Leben. Und warum wir uns um Menschen sorgten, die nicht dabei waren hat auch einen einfachen Grund: weil uns etwas an diesen Menschen liegt.

Die Fotos vom Aikido-Seminar hat Fran-sempai geschossen. Dank an alle, die so toll mitgemacht haben, die Zeit hatten für das Seminar und sich eingesetzt haben. Es geht munter weiter und lohnt sich für alle, die etwas mehr aus ihrem Leben machen möchten. Das nächste Seminar in im Shingen-Aikido-Dojo in Anrath bei Krefeld.

Tomodachi Aikido Dojo Siegen

Die Fotos sind Ausschnitte aus einem Aikido Training. Wer bei uns in Anrath bei Krefeld Aikido trainieren möchte, der kann gerne jederzeit eine Probestunde mitmachen. Details findet Ihr in der Seite

Trainingszeiten und Anfahrt Aikido Anrath

4 Kommentare

  1. Ach was hätt‘ ich auch mal wieder Lust auf so ein Seminar. Das hat bestimmt großen Spaß gemacht und ich hoffe, dass es für Euch noch viel toller war als ich es mir in meiner Nostalgiewelt ausmale.

  2. Weil du es in deinem Beitrag noch einmal erwähnt hast, Peter, möchte ich gerne das Thema „Loyalität“ aufgreifen. Ich möchte im Folgenden über eine „Verbundenheit“ zum Aikido und zum Dojo sprechen.

    Meiner Erfahrung nach durchläuft die persönliche Verbundenheit mit dem Aikido einen Wachstumsprozess, genau wie es die praktische Erfahrung tut.

    Ich habe so einige Leute gesehen, die drei / sechs / neun Monate zum Training kamen und Aikido dann wieder den Rücken gekehrt haben. Umgekehrt habe ich es nur selten erlebt, dass jemand, der Aikido über mehrere Jahre hinweg ausübt, plötzlich „die Flinte ins Korn wirft“. Bei den Fällen, die ich kenne, geschah dies dann aufgrund einer anderen, (noch) stärkeren Leidenschaft oder aus gesundheitlichen Gründen.

    Worin liegt also der Unterschied?

    Meiner Meinung nach liegt er in eben dieser Verbundenheit zum Aikido, die bei vielen erst wachsen muss. Mag bei anderen die Begeisterung fürs Aikido anfangs größer sein, fehlt es ihr im Folgenden vielleicht an der Ausdauer.

    Irgendwann dringt man bis zu dem Punkt vor, an dem es „Klick“ macht. Wenn dich das Aikido dann gepackt hat, lässt es dich so schnell nicht wieder los. ;-) Aber es braucht seine Zeit, bis es soweit ist.

    Somit ist es auch kein Zufall, dass alle Hakamaträger vollständig zum Seminar angetreten waren. So wie ich die Jungs kennen gelernt habe, haben sie sicher alle aus eigener Motivation und eben dieser Verbundenheit teilgenommen.

    Einsteiger brauchen Zeit, um sich (zurecht) zu finden. Auch das Alter – bzw. die Jugend – spielt dabei eine Rolle. Und so kann man sich über die freuen, die bereits begeistert sind, und zusätzlich dann auch über diejenigen, die in diesen Kreis nachrücken. Dafür gebt ihr wichtige Impulse.

  3. Danke für den schönen Bericht, Peter! Es war echt mal wieder ein schönes Seminar, für mich das erste in Siegen. Es macht tierisch Spaß, mit euch allen trainieren zu dürfen. Und mit vier fähigen Senseis lernt man wirklich viel.

  4. JanikWeimans

    Vielen Dank für den Bericht Peter.
    Ich möchte auch nochmal kurz das Thema der Loyalität anschneiden.
    Ich persönlich finde, das grundsätzliches Problem an Loyalität ist, dass dies ein sehr abstrakter Begriff ist.

    Gerade zu Beginn sind die Fragen wem und warum man gegebüber loyal sein sollte garnicht so leicht zu beantworten.
    Schließlich handelt es sich ja um einen freiwilligen Verein. Es gibt keine großen vertraglichen Pflichten wie etwa in der Schule oder im Berufsleben.

    Diese Ansicht stimmt allerdings nur solange, bis man anfängt den „tieferen Sinn“ hinter dem ganzen zu verstehen. (Im Sinne des Verstehens hab ich allerdings gerade mal den richtigen Anfang gefunden, Leute mit mehr Erfahrung können da sicherlich mehr zu sagen.)

    Sobald man merkt, dass sich Inhalte des Aikido auf das Alltagsleben übertragen lassen, wie etwa Werte oder der Umgang mit bestimmten Situationen, hat sich zumindest bei mir die Einstellung zum Aikido verändert.

    Diese persönliche Motivation, zusammen mit ein wenig Selbstdisziplin und einem gewissen Pflichtbewusstsein(Hakama-Falte Nr.2), treibt dann jeden Abend erneut zum Training.

    Die Loyalität kommt dann von ganz alleine(oder ist das bereits die ausgeprägte Loyalität?!?)

    Allerdings bin ich noch nicht allzu lange dabei und beschreibt dies meine ganz persönliche Erfahrung. Daher kann das Ganze wahrscheinlich auch ganz anders wahrgenommen werden.

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