Aikido und Waffen

Aikido entstand zu einem großen Teil aus der Schwertkunst. Es ist daher nicht verwunderlich, daß man auch Waffen im Aikido trainiert. Jo und Bokken/Ken sind nur zwei von vielen Waffen, die im Aikido Platz haben. Darauf hatte sich O´Sensei Morihei Ueshiba in seinem Alter konzentriert. Weiterhin lernt man auch auf das Tanto (Messer) und moderne Waffen zu reagieren oder besser zu agieren. Das können auch mal Flaschen sein, mit denen man angegriffen wird.

Mit dem Jo und dem Bokken zu trainieren, hilft vielen Aikidoka auch im Verständnis des waffenlosen Trainings (Taijutsu) und anders herum.
Man lernt die Waffen durch das Training einzuschätzen in Reichweite, Handhabung, Schnelligkeit und Verletzungsrisiko. Wenn wir Jo/Ken-Suburi oder Kumi-Jo/-Tachi üben, dann dient es nicht nur dazu, den Abstand, die Reaktion, die Aufmerksamkeit zu schulen, sondern auch den Respekt vor der Waffe zu bekommen. Auch lernt man mit der Angst umzugehen, die man vor einem Angriff mit Waffen hat. Erst durch das Üben mit der Waffe, weiß man, wie sie wirkt und wie weitreichend sie ist.
In der Übung mit den Waffen finden wir auch uns selbst wieder. Das ist schwerer zu erklären als zu erleben, wenn man es denn ein paar Jährchen (oder besser Jahrzehnte) übt und immer wieder drüber nachdenkt. Aber O´Sensei hat es in einem Dõka (jap. Gedichte über den Weg) trefflich beschrieben:

„Der druchdringende Glanz eines
Schwertes, das von einem Mann
des WEGES geführt wird, schlägt
nach dem bösen Feind, der
tief im eigenen Körper und Geist lauert.“

Zitat Morihei Ueshiba aus Budõ

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