Höflichkeit und Etikette im Aikido

Die dritte Falte des Hakama: Höflichkeit und Etikette

Es gibt bestimmt viele Gründe mit Aikido anzufangen. Doch egal aus welchen Grund man anfängt, wie sehr man auch die Techniken trainiert, man bekommt etwas besonderes mit dazu, ohne das es einem bewusst wird.

Höflichkeit und Etikette !

Es fängt schon an, wenn sich die Aikidoka vor dem Training versammeln und begrüßen. Man begrüßt sich auf Aikodoka-art, redet über dies und das, und freut sich aufs Training.
Weiter geht es mit dem Dojo (unser Trainingsraum). Man latscht nicht einfach rein, nein man betritt es.

Dann wendet man sich O-Sensei Morihei Ueshiba (Begründer des Aikido) zu und verbeugt sich. Kommt man einmal etwas zu spät, kein Problem. Ab ins Dojo, O-Sensei begrüßen, dann Sensei Peter und Sensei Janik, dann die anderen Aikidoka und dann rein in den Gi (Trainingsanzug).

Nun ist es endlich soweit, das Training kann beginnen. Aber halt, nein, nicht einfach auf die Tatami (Matten) rennen. Die Tatami betreten, O-Sensei begrüßen (verbeugen), und sich aufs Training einstimmen. Schließlich betritt unser Sensei die Tatami, wir knien uns auf die Shimoza, und begrüßen alle zusammen O-Sensei. Dann wendet sich der Sensei den Aikidoka zu, und wir begrüßen uns gegenseitig.

Nun beginnt meist das physische Training (das Training beginnt beim Eintritt in das Dojo). Vor jeder Technik grüßt ein vorzugsweise ein Fortgeschrittener einen Neuling an. Bei Ukke (Angreifer) und Nage (Verteidiger) wechsel, kurzer Gruss und weiter geht es. Hierbei gibt es kein Gequatsche, das ist Unhöflich dem O-Sensei und Sensei gegenüber. Beendet der Sensei die Übung, grüssen sich die Aikidoka ab und eilen zur Shimoza.

Das gleiche ist zu machen, wenn der Sensei das Training beendet. Nun geht es aber noch weiter. Alle zusammen bedanken sich bei O-Sensei, dann wendet sich der Sensei den Aikidoka zu, und wir bedanken uns gegenseitig für das (eigentlich immer tolle) Training.

Naja und wie zu erwarten war, man rennt nicht von der Tatami, man wendet sich am Tatami-rand O-Sensei zu, verbeugt sich, und dann geht man von der Matte. Aber das ist (natürlich) noch nicht alles. Nach dem Umziehen, bei der Verabschiedung ist natürlich erst der Sensei dran, dann die Aikidoka. Zu guter Letzt wird sich noch einmal bei O-Sensei bedankt, bevor man das Dojo verlässt.

Wenn man sich nun das ganze Prozedere anschaut, erkennt man sehr schnell, das hier kein Guru angebetet wird, sondern einfach nur sehr viel Höflichkeit, Respekt, und Etikette im Spiel ist.

Dies ist das besondere, das ich am Anfang angesprochen habe. Wenn man sich auf Aikido einlässt und häufig und regelmäßig trainiert, merkt eigentlich gar nicht wie es so langsam unbemerkt in einem einsickert.

Einen höflichen Gruss, Euer Achim

Video der Aikido Etikette – Das Angrüßen

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